KFW-Energiesparhaus

KFW-Energiesparhaus mit monolitischen massiven Außenwänden

KFW-ENERGIESPAR-EINFAMILIENHAUS

Mitarbeit bei pape oder semke
Harald Semke, Dipl.-Ing. Architekt AKNW
Markus Tiggemann, Dipl.- Ing. Fachrichtung Innenarchitektur

Neubau Wohnhaus, KFW-Energiesparhaus, massive monolithische Außenwände, Wandheizung. In seiner klaren Formensprache ist dieses Gebäude in attraktiver Wohnlage ganz nach den Sonnenständen ausgerichtet.

Es spielt mit den Kontrasten Hart und Weich analog Stein und Holz, auf eine Weise, wie sie optimal zu Innenraum, Nutzern und Außenraum Bezug aufnimmt. Konsequente Öffnungen nach Süden und Westen und Geschlossenheit nach Norden verbinden klar wahrnehmbar gestalterischen Ausdruck und energieeffiziente Form.

Die Aufenthaltsqualität der Dachterrasse zeigt sich in der geschützten Lage, durch die Westausrichtung ist sie bis in die späten Abendstunden nutzbar. Alle Baustoffe sind streng nach wohngesunden Kriterien ausgewählt.

Plusenergiewohnhaus

Plusenergiewohnhaus

HERFORD

Mitarbeit bei pape oder semke
Harald Semke, Dipl.-Ing. Architekt AKNW
Markus Tiggemann, Dipl. Ing. Fachrichtung Innenarchitektur
Jing Li, Dipl.- Ing. Fachrichtung Architektur
Dirk Wolf, Dipl.-Ing. Architekt AKNW

Das Wohnhaus in Holzrahmenbauweise wurde auf einer Stampflehmsohle errichtet die gegen Erdreich mit 50 cm Glassschaumschotter isoliert wurde. Sie fungiert als Wärmespeicher, kann Temperaturschwankungen des Innenraumes ausgleichen und trägt so zu Raumklimaqualität und Energieeinsparung bei. Weiterhin reguliert sie das Raumklima, in dem sie schwankende Feuchtegehalt der Raumluft aufnehmen und wieder abgeben kann. Das Pultdach mit integriertem, sich städtebaulich an seine Umgebung anpassendem Solardach, erzeugt Energie für Wärmepumpe und Gebäudestrombedarf. Die Wärmepumpe entnimmt mittels oberflächennaher Geothermie die Wärme aus der Umwelt und dem Abwasser, für Wandheizung und Pufferspeicher zum heizen wie auch zum kühlen des Gebäudes.

In einem Monitoring werden über Messgeräte und Zähler kontinuierlich Energieerzeugung und Verbrauchswerte ermittelt und ausgewertet, um nach Fertigstellung, durch Feinabstimmungen der Haustechnik weitere Optimierung und Einsparung zu ermöglichen sowie das Plusenergie-Konzept zu evaluieren. Nach 9 Monaten Monitoring lässt sich derzeit bereits ein deutlicher Jahresenergieüberschuss von ca. 1.000 kWh/h erkennen. Aufgrund der intelligenten Gesamtkonzeption des Gebäudes erreicht das rechnerisch nur als kfw-55 Standard errichtete Gebäude im Monitoring, selbst ohne Anrechnung des selbsterzeugten Solarstromes, hinsichtlich Heizenergiebedarf nur einen minnimalen Bruchteil üblicher Passivhausverbräuche und insgesamt eine deutliche Plusenergiebilanz. Allergikerfreundliche Baustoffwahl, Vollholzdecken mit Kalkschotterfüllung, Massivholzdielen, Kalkschlemme als Innenbeschichtung und 100% Strahlungswärme mit ca. 22 °C Innenraumtemperatur in der Heizperiode, weisen drastisch überdurchschnittliche Positiveffekte und Messwerte zu erstaunlich günstigen Bau- und Energiekosten aus.

Die glückliche junge Baufamilie freut sich nicht nur sehr über ihr schönes ideal nach ihren Bedürfnissen entwickelte Wohnhaus, sondern auch über die erstaunliche Wirtschaftlichkeit und Langlebigkeit des Gebäudes, mit verbundenen sehr positiven Ökobilanzen und geringen gebundenen Energien, auch als Graue Energie bezeichnet, die zur Herstellung des Bauwerkes aufgewendet wurden und somit in den Konstruktionen “gebunden” sind. Der erzeugte Solarstrom ist erheblich günstiger, als er einkaufbar ist, daher wird ein großer Teil des erzeugten Solarstromes selbst verbraucht, der überschüssige Strom wird in das Stromnetz eingespeist und vergütet. Übliche monatliche Aufwendungen für Energiekosten entfallen hier nicht nur, sondern im Jahresmittel wird für jeden Monat auch geldlich ein Plus erzeugt, welches auch bei weiter fallenden Einspeisevergütungen aufgrund des selbst genutzten Solarstromes und verbundener Gesamtbilanz, die erfreuliche Wirtschaftlichkeit des Projektes nicht beeinträchtigen kann.

Neubau Produktionsstätte

Neubau einer Produktionsstätte für Bio-Lebensmittelherstellung

Mitarbeit bei pape oder semke
Harald Semke, Dipl.-Ing. Architekt AKNW
Jing Li, Dipl.- Ing. Fachrichtung Architektur

Zwei namhafte Hersteller von Lebensmitteln in Bio-Qualität beabsichtigen den Neubau einer neuen Produktionsstätte, in denen gemeinsame Synergien vielfach positiv genutzt werden sollen. Hierzu entwickelten wir eine Gebäudekonzeption, die gleiche ökologisch hochwertige transparente Qualitäten auf der baulichen Seite präsentieren soll, wie die Lebensmittel, die hier produziert werden.

Als Demonstrationsvorhaben für eine Energieplusproduktionsstätte sollen hier zukunftsweisende bauliche Lösungen auch nach ihrer Umsetzung evaluiert werden und die vorbildlichen Ergebnisse wissenschaftlich und in der Breite verfügbar gemacht werden. Als Forschungspartner konnte hier die Fa. Wagner Solar gewonnen werden.

Felix-Fechenbach Berufskolleg

Erweiterung- Umbau und Sanierung Felix-Fechenbach- Berufskolleg und Dietrich-Bonhoeffer-Berufskolleg

DETMOLD

Mitarbeit bei pape oder semke
Harald Semke, Dipl.-Ing. Architekt AKNW
Monika Marasz, Dipl.-Ing. Architektin AKNW
Dirk Wolf, Dipl.-Ing. Architekt AKNW
Volkmar Schultz, Dipl.-Ing. Fachrichtung Architektur
u.a.

Ein Schulbaukomplex, bestehend aus 8 Gebäuden die innerhalb von drei Jahrzehnten seit 1950 entstanden sind, erhält derzeit notwendige Erweiterungsbauten sowie eine umfassende Sanierung in den Passivhausstandart. Die ehemalige Kreisberufsschule hat sich zu einer moderneren, international tätigen Bildungseinrichtung weiterentwickelt und ist heute mit einer Nettogrundfläche von ca. 24.000 Quaderatmeter mehr als nur Berufsschule.

Ökologie, Baufolgekosten, Wirtschaftlichkeit und zukunftsorientierte Berücksichtigung der Nutzerbedürfnisse fördern bei diesem Projekt die Architekturqualität.

Plusenergiewohnhaus am Hang

Plusenergiewohnhaus am Hang

NEUBAU WOHNHAUS PROF. DR. STEMMLER

Mitarbeit bei pape oder semke
Harald Semke, Dipl.-Ing. Architekt AKNW
Melanie Rees-Clark, BA Architektur
Wilrun Griemert, Duale Studentin Architektur

Haus am Hang als Plusenergiewohnhaus ermöglicht auf einem unregelmäßigen Sechseckgrundriss städtebaulich nachverdichtende Zweite-Reihe-Bebauung mit Landschaftsweitblick. Das Gebäude öffnet sich am natürlich belassenen felsigen Südhang einschließlich zu erhaltender Bäume einem Landschaftspanoramablick vom Eggegebirge bis zum Teuteburger Wald über historischen Ortskern hinweg und nutzt gleichzeitig erhebliche passive solare Gewinne.

Harmonisch zum Hang neigt sich auch die Dachfläche ebenfalls nach Süden abfallend zur Ermöglichung umfangreicher solarer Energiegewinne. Die dem Bauherrenwunsch folgend daher bedarfsweise noch umfangreich nachrüstbare Solaranlage erreicht mit innovativen Niedrigstenergieheizflächen und intelligent kombinierten Speichertechniken bereits jetzt Plusenergiebilanz für alle im Gebäude verbrauchten Energien. Es wird Solar mehr Energie erzeugt, als insgesamt für Gesamtstromverbarauch, erreichter äußerst geringer Heizenergieverbräuche einschließlich Warmwassererzeugung der barrierefrei vorgerichteten Nutzungskonzeption im Jahresmittel verbraucht werden.

Aufgrund der innovativen Gesamtkonzeption konnte das anspruchsvolle individuelle Bauvorhaben als Low-Tec und Low-Cost- Vorhaben realisiert werden und so zahlreiche individuelle Anforderungen der Bauherrenfamilie Prof. Dr. Stemmler ermöglichen, zu denen auch wichtige Aspekte kalifornischer Lebensgewohnheiten zählten: Sonnenlicht über im Living Room von früh morgens bis spät abends, voll umfänglich den Lebensraum einfassend auch als Freisitz, der sich hangbezogen vom Balkon zur Terrasse entwickelt und je nach Bedarf und Jahreszeit Verschattung oder Besonnung der vielfältigen Innen- und Außenräumen erlaubt. Im Winter werden die mild einstrahlenden erheblichen passiven solaren Wärmegewinne, mit einer eben so mild herab strahlenden innovativen Deckenniedrigsttemeraturheizung angenehm unterstützt und schaffen zusammen mit der baubiologisch hochwertigen sowie tageslichtoptimierten Kalkschlämme, Massivholzdecken und sonstigen Holzbaustoffen, die streng ökologischen Auswahlkriterien entsprechen, auch hervorragendes Innenraumklima im Jahresverlauf.

Unter dem Menüpunkt „Fachinformationen“ dieser Website sind weitere Kenndaten dazu publiziert.

Video: Haus am Hang
Plusenergiewohnhaus
Prof. Dr. Stemmler

Plusenergiekonzept Kreishausareal

Konzepterstellung Energetische Sanierung des Kreishauses zum Plusenergiegebäude

DETMOLD

Mitarbeit bei pape oder semke
Harald Semke, Dipl.-Ing. Architekt AKNW
Wilrun Griemert, Mitarbeiterin im Dualen Studium
Jing Li, Dipl.- Ing. Fachrichtung Architektur
Dirk Wolf, Dipl.-Ing. Architekt AKNW
u.a.

Für den Kreis Lippe wurde im Rahmen der Energieforschung durch pape oder semke ARCHITEKTURBÜRO ein Plusenergiekonzept des gesamten städtebaulichen Areals um das Kreishaus des Kreises Lippe in Detmold entwickelt und als Förderantrag für Bundesfördermittel beantragt. Eingebundene Projekte wie “Elektromobilität im ländlichen Raum” sowie “Fassadenstudie zur Energetischen Sanierung des Kreishauses”, die parallel aus gemeinsamen Aktivitäten der Hochschule OWL und des Kreises Lippe sowie Partnern aus der Wirtschaft entwickelt wurden, ermöglichten durch Nutzung der Synergien aus intelligenter Gebäudesanierung, Einspar- und Effizienzmaßnahmen sowie Energieerzeugung vor Ort, dieses hochgesteckte und zukunftsweisende Ziel, unter strenger Maßgabe der Wirtschaftlichkeit und Anbindung weiterer Verwaltungs- und Dienstgebäude des städtebaulichen Umfeldes.

In einer weiteren Durcharbeitungsstufe war das Projekt nach Aufforderung durch das BMWi, zunächst auf die energetische Sanierung des Kreishauses zum Plusenergiegebäude zu beziehen, um dieses als Demonstrationsvorhaben “Gebäude der Zukunft” im Rahmen von EnOB, einer Forschungsinitiative des BMWi zu fördern. Eingebundene Ergebnisse einer zwischenzeitlich abgeschlossenen Fassadenstudie, die nach einem Studentenwettbewerb der Hochschule OWL durch die Büros imagine envelope sowie Balck und Partner erstellt wurde, ermöglichten innovative Fassadensanierung mit transparenter zweiter Haut Fassade sowie Schließung von Innenhöfen mit pneumatischen Folienkissenkonstruktionen. Die entsprechend aufwendige Sanierung der Altbaufassaden werden so erspart und ein neues Gesicht der Gebäude dadurch ermöglicht, ohne wertige Altbausubstanz zu beeinträchtigen. Das bis hier her unter Leitung sowie integraler Planung und Moderation durch Harald Semke, pape oder semke ARCHITEKTURBÜRO zusammen mit benannten Akteuren entwickelte Projekt, wurde erfolgsversprechend zum zweiten Schritt des Förderverfahrens durch das Bundesministerium (BMWi) im Januar 2013 aufgefordert, eine umfangreiche Vorhabenbeschreibung zu erstellen, die zwischenzeitlich durch Harald Semke unter Einbindung der Beiträge genannter Akteure verfasst und fertiggestellt wurde.

Das Projekt beabsichtigt erstmalig, theoretische Forschungsergebnisse energetischer Sanierung mit pneumatischen Folienkissenkonstruktionen, in der Praxis anzuwenden und wurde sehr positiv vom BMWi bewertet.